Uptime: Definition & Erklärung — Glossar
Was ist Uptime?
Uptime (dt. Betriebszeit) bezeichnet den Prozentsatz der Zeit, in der ein IT-System, eine Anwendung oder ein Dienst verfügbar und funktionsfähig ist. Sie wird typischerweise als Jahreswert angegeben und ist die Grundlage für Service Level Agreements (SLAs) zwischen Dienstleistern und Kunden. Uptime = 100 % – Downtime.
Uptime-Klassen
99 % Uptime = 87,6 Stunden Downtime pro Jahr (akzeptabel für nicht-kritische Systeme). 99,9 % = 8,76 Stunden (viele Business-Anwendungen). 99,95 % = 4,38 Stunden. 99,99 % = 52,6 Minuten (e-Commerce, kritische Systeme). 99,999 % = 5,26 Minuten (Telekommunikation, kritische Infrastruktur). Jede weitere “9” hinter dem Komma ist exponentiell teurer zu erreichen.
Downtime-Kategorien
Geplante Downtime: Wartungsfenster, Updates, Deployments — bei guter Architektur auf nahezu null reduzierbar (Rolling Deployments). Ungeplante Downtime: Hardwareausfälle, Software-Bugs, Sicherheitsvorfälle, Kapazitätsengpässe. Für SLA-Berechnungen wird oft nur ungeplante Downtime gewertet. Die Mean Time Between Failures (MTBF) und Mean Time to Recovery (MTTR) sind die zugehörigen operativen Kennzahlen.
Uptime erreichen
Hohe Uptime erfordert redundante Infrastruktur, automatisches Failover, gutes Monitoring mit sofortiger Alarmierung, definierte Incident-Response-Prozesse und regelmäßige Disaster-Recovery-Tests. Cloud-Anbieter publizieren Uptime-SLAs für ihre Dienste (AWS: 99,99 % für EC2/SLA). Monitoring-Dienste wie Uptime Robot oder Pingdom überwachen externe Erreichbarkeit und SLA-Konformität aus Nutzerperspektive.