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Unternehmensarchitektur: Definition & Erklärung — Glossar

Was ist Unternehmensarchitektur?

Unternehmensarchitektur (engl. Enterprise Architecture, EA) bezeichnet die ganzheitliche, strukturierte Beschreibung und Gestaltung eines Unternehmens aus vier Perspektiven: Geschäftsarchitektur (Strategie, Prozesse, Organisation), Datenarchitektur (Informationsflüsse, Datenmodelle), Anwendungsarchitektur (IT-Systeme, Integrationen) und Technologiearchitektur (Infrastruktur, Plattformen).

Frameworks

TOGAF (The Open Group Architecture Framework) ist das meistgenutzte EA-Framework weltweit. Es definiert einen strukturierten Entwicklungsprozess (Architecture Development Method, ADM) und ein gemeinsames Vokabular. Zachman-Framework bietet eine Matrix-Darstellung verschiedener Perspektiven und Abstraktionsebenen. ArchiMate ist eine EA-Modellierungssprache für standardisierte Diagramme. ITIL berücksichtigt EA-Aspekte aus IT-Service-Management-Perspektive.

Nutzen für die digitale Transformation

EA ist besonders wertvoll in komplexen Transformationsprojekten: Sie schafft ein gemeinsames Verständnis des Ist- und Soll-Zustands über Geschäfts- und IT-Perspektive hinweg. Sie identifiziert Redundanzen und Integrationslücken. Sie ermöglicht konsequente Priorisierung von Investitionen basierend auf strategischer Relevanz. Sie verhindert Insellösungen durch ein kohärentes Zielbild.

EA im Mittelstand

Vollständige EA-Frameworks sind für viele KMU zu komplex. Ein pragmatischer Ansatz: Dokumentation der wichtigsten IT-Systeme und ihrer Integrationen (Systemlandkarte), Definition einer IT-Strategie für 3–5 Jahre und strukturierte Entscheidungsfindung bei Neu-Investitionen anhand definierter Prinzipien. Einfache EA-Tools wie Ardoq, LeanIX oder sogar strukturierte Visio/Miro-Boards reichen oft für den Einstieg.

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