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Open Source: Definition & Erklärung — Glossar

Was ist Open Source?

Open-Source-Software ist Software, deren Quellcode öffentlich zugänglich ist und unter einer Lizenz veröffentlicht wird, die Nutzung, Studium, Veränderung und Weitergabe erlaubt. Das Open-Source-Modell steht im Gegensatz zu proprietärer Software, bei der der Quellcode geheim gehalten wird. Die Open-Source-Initiative (OSI) definiert die genauen Anforderungen an Open-Source-Lizenzen.

Open-Source-Lizenzen

Die wichtigsten Lizenztypen: MIT- und Apache-2.0-Lizenzen sind permissiv — auch kommerzielle Nutzung und proprietäre Ableitungen sind erlaubt. GPL (GNU General Public License) ist Copyleft: Ableitungen müssen ebenfalls Open Source sein (Viraleffekt). LGPL erlaubt proprietäre Nutzung als Bibliothek. AGPL erstreckt die GPL-Pflichten auf Netzwerkdienste. Für Unternehmen ist die genaue Lizenzprüfung bei Open-Source-Einsatz rechtlich relevant.

Bedeutung in der modernen IT

Open Source ist das Fundament der modernen IT: Linux betreibt 96 % aller Webserver. Android (Linux-Basis) dominiert den Smartphone-Markt. Kubernetes, Docker, TensorFlow, React, Django — nahezu jede bedeutende IT-Innovation entstand als Open-Source-Projekt. Großunternehmen wie Google, Microsoft und Amazon investieren massiv in Open Source als strategisches Instrument zur Talentgewinnung und Ökosystementwicklung.

Open Source im Mittelstand

Open-Source-Software bietet KMU erhebliche Kostenvorteile gegenüber proprietären Lösungen. Wichtige Aspekte: Lizenzkosten entfallen, aber Betriebskosten (Hosting, Administration, Support) bleiben. Community-Support reicht für viele Anwendungsfälle; kommerzieller Support (Red Hat, Canonical, Elastic) sichert Enterprise-Anforderungen. Vendor Lock-in wird reduziert, da der Code unabhängig vom Anbieter weitergenutzt werden kann.

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