Monitoring (IT): Definition & Erklärung — Glossar
Was ist IT-Monitoring?
IT-Monitoring bezeichnet die kontinuierliche Überwachung von IT-Systemen, Anwendungen, Netzwerken und Infrastrukturkomponenten. Ziel ist die proaktive Erkennung von Problemen, bevor sie zu Ausfällen führen, sowie die Sicherstellung von Performance, Verfügbarkeit und Kapazität. Gutes Monitoring ist der Unterschied zwischen reaktivem Feuerlöschen und proaktivem IT-Betrieb.
Monitoring-Disziplinen
Infrastructure Monitoring überwacht Server-Ressourcen (CPU, RAM, Disk, Netzwerk). Application Performance Monitoring (APM) verfolgt Antwortzeiten, Fehlerraten und Transaktionen in Anwendungen. Synthetic Monitoring simuliert Nutzeraktionen, um Verfügbarkeit und Performance aus Nutzerperspektive zu messen. Real User Monitoring (RUM) misst die tatsächlich erlebte Performance echter Nutzer. Log-basiertes Monitoring wertet Ereignisse aus Log-Strömen aus.
Observability vs. Monitoring
Moderner IT-Betrieb spricht von Observability (dt. Beobachtbarkeit) als Weiterentwicklung des Monitorings. Observability basiert auf drei Säulen: Metrics (numerische Zeitreihen), Logs (strukturierte Ereignistexte) und Traces (End-to-End-Verfolgung von Anfragen durch verteilte Systeme). Die Kombination ermöglicht das Verständnis komplexer Systemzustände, nicht nur die Erkennung vordefinierter Schwellwertüberschreitungen.
Tools
Prometheus + Grafana ist der Open-Source-Standard für Metrics und Dashboards. Datadog, New Relic und Dynatrace sind führende kommerzielle Observability-Plattformen. Jaeger und Zipkin sind spezialisiert auf Distributed Tracing. OpenTelemetry ist das herstellerunabhängige Standard-Framework für die Instrumentierung von Anwendungen. Alertmanager und PagerDuty koordinieren Alarmierungen und On-Call-Prozesse.