IoT (Internet of Things): Definition & Erklärung — Glossar
Was ist das Internet of Things (IoT)?
Das Internet of Things (IoT, dt. Internet der Dinge) bezeichnet das Netzwerk physischer Objekte — Maschinen, Fahrzeuge, Gebäude, Haushaltsgeräte, Produktionsanlagen — die mit Sensoren, Software und Netzwerkverbindungen ausgestattet sind und Daten sammeln, übertragen und austauschen. IoT verbindet die physische Welt mit der digitalen Informationswelt.
Industrie 4.0 und IIoT
Das Industrial IoT (IIoT) ist die industrielle Ausprägung für Fertigungsanlagen, Logistik und Infrastruktur. In der Produktion erfassen Sensoren an Maschinen Temperatur, Vibration, Auslastung und Energieverbrauch in Echtzeit. Diese Daten ermöglichen vorausschauende Wartung (Predictive Maintenance), Qualitätskontrolle ohne manuelle Prüfung und die Optimierung von Produktionslinien. Das ist der Kern von Industrie 4.0.
IoT-Architektur
Eine typische IoT-Architektur umfasst: Edge-Geräte (Sensoren, Aktuatoren, Steuerungen), Gateways (lokale Datenvorverarbeitung und sichere Weiterleitung), Konnektivität (MQTT, LoRaWAN, LTE/5G, NB-IoT) und Cloud-Plattformen für Datenspeicherung, Analyse und Visualisierung. AWS IoT, Azure IoT Hub und Google Cloud IoT sind führende Plattformen für die Verwaltung großer IoT-Flotten.
Sicherheitsanforderungen
IoT-Geräte sind häufig Angriffsziele, da sie oft mit schwacher Authentifizierung und seltenen Software-Updates betrieben werden. Sichere IoT-Implementierungen erfordern: einzigartige Gerätezertifikate, verschlüsselte Kommunikation (TLS), regelmäßige Firmware-Updates, Netzwerksegmentierung und zentrales Device Management. Für industrielle Umgebungen gelten zusätzlich die Anforderungen der OT-Sicherheit (Operational Technology).