GitOps: Definition & Erklärung — Glossar
Was ist GitOps?
GitOps ist eine Methode des Infrastructure as Code (IaC), bei der Git-Repositories als einzige Quelle der Wahrheit (Single Source of Truth) für den gewünschten Zustand von Infrastruktur und Anwendungen dienen. Jede Änderung – ob an Konfiguration, Deployment oder Infrastruktur – erfolgt über einen Git-Commit, der automatisch in die Zielumgebung überführt wird.
Kernprinzipien
Deklarative Konfiguration: Der gewünschte Systemzustand wird vollständig in Git beschrieben (z. B. als Kubernetes-Manifeste oder Terraform-Files). Automatisierung: Ein GitOps-Operator (z. B. Flux, ArgoCD) überwacht das Repository und gleicht die Zielumgebung kontinuierlich mit dem deklarierten Zustand ab. Versionierung: Jede Änderung hat eine Git-History — vollständiges Audit-Log und einfaches Rollback durch git revert.
Vorteile gegenüber klassischen CI/CD-Pipelines
Klassische Pipelines pushen Änderungen aktiv in die Umgebung. GitOps-Operatoren pullen den Zustand aus Git — sicherer, da keine externen Systeme Schreibzugriff auf den Cluster brauchen. Drift Detection erkennt automatisch, wenn die Umgebung vom deklarierten Zustand abweicht (z. B. durch manuelle Eingriffe) und korrigiert dies. Self-Healing ist ein integriertes Feature.
Einsatzszenarien
GitOps ist besonders wertvoll für Kubernetes-basierte Deployments und komplexe Multi-Environment-Setups (Dev, Staging, Prod). Für mittelständische Unternehmen, die in die Cloud-native Entwicklung einsteigen, bietet GitOps eine strukturierte Methodik für sichere, nachvollziehbare und automatisierte Deployments — gerade wenn mehrere Entwickler an gemeinsamer Infrastruktur arbeiten.