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E-Procurement: Definition & Erklärung — Glossar

Was ist E-Procurement?

E-Procurement (Electronic Procurement) bezeichnet die vollständige oder teilweise digitale Abwicklung von Beschaffungsprozessen. Es umfasst alle Schritte des Einkaufs: Bedarfsmeldung, Lieferantenauswahl, Angebotsanfrage, Bestellung, Wareneingang und Rechnungsprüfung. Ziel ist die Standardisierung, Automatisierung und Transparenz des Einkaufs.

Komponenten des E-Procurement

E-Kataloge ersetzen gedruckte Produktkataloge durch durchsuchbare, stets aktuelle digitale Versionen. E-Ordering ermöglicht die elektronische Bestellabwicklung direkt im System. E-Invoicing digitalisiert den Rechnungseingang und ermöglicht automatisierte Prüfung und Buchung. E-Tendering deckt den Ausschreibungsprozess für größere Beschaffungsvorhaben ab. Viele ERP-Systeme (SAP, Microsoft Dynamics) integrieren E-Procurement-Funktionen nativ.

Vorteile im Mittelstand

Manuelle Beschaffungsprozesse sind fehleranfällig, zeitintensiv und schwer zu kontrollieren. E-Procurement reduziert Prozesskosten, eliminiert Maverick Buying (unkontrollierte Einkäufe außerhalb des Systems), schafft Preistransparenz und ermöglicht die konsequente Nutzung ausgehandelter Rahmenverträge. Studien zeigen Kosteneinsparungen von 5–15 % bei konsequenter E-Procurement-Einführung.

Integration und Anforderungen

Erfolgreiches E-Procurement erfordert die Integration mit ERP-Systemen (Stammdaten, Buchungen), Lieferantenportalen (EDI-Anbindung) und Genehmigungsworkflows. Schnittstellen nach punchout-Standard (cXML, OCI) ermöglichen die direkte Anbindung von Lieferantenkatalogen. Change Management ist entscheidend, da E-Procurement Einkaufsprozesse grundlegend verändert.

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