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Data Governance: Definition & Erklärung — Glossar

Was ist Data Governance?

Data Governance bezeichnet den Rahmen aus Richtlinien, Prozessen, Rollen und Verantwortlichkeiten, der die Verwaltung, Nutzung und den Schutz von Unternehmensdaten regelt. Sie stellt sicher, dass Daten konsistent, sicher, konform und für die richtigen Personen zugänglich sind – und bildet das Fundament für verlässliche Business Intelligence und KI-Projekte.

Kernelemente der Data Governance

Zu den zentralen Komponenten zählen: Datenkatalog (Inventar aller Datenbestände und ihrer Herkunft), Datenqualitätsmanagement (Sicherstellung der Korrektheit und Vollständigkeit), Datenzugriffskontrolle (Berechtigungsmanagement), Datenklassifizierung (Einstufung nach Sensitivität) und Datenlebenszyklusmanagement (von der Erhebung bis zur Löschung). Ein Data Steward ist typischerweise verantwortlich für die Datenqualität eines bestimmten Fachbereichs.

Compliance-Anforderungen

DSGVO, Branchenregulierungen (z. B. MaRisk für Banken) und internationale Standards (ISO 8000) verlangen von Unternehmen nachweisbare Datenverwaltungsprozesse. Data Governance schafft die Strukturen, um diese Anforderungen erfüllen und im Audit nachweisen zu können. Besonders bei der Einführung von KI-Systemen, die auf Unternehmensdaten trainiert werden, ist eine belastbare Governance-Struktur unverzichtbar.

Praktische Einführung

Die Einführung von Data Governance beginnt mit einer Bestandsaufnahme der vorhandenen Datenquellen und -qualität. Pragmatisch sollte mit den kritischsten Datenbereichen gestartet werden – häufig Kundendaten im CRM oder Finanzdaten im ERP. Spezialisierte Tools wie Collibra, Alation oder Open-Source-Lösungen unterstützen die technische Umsetzung eines Datenkatalogs.

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