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No-Code / Low-Code

Glossar

Was sind No-Code und Low-Code Plattformen?

No-Code und Low-Code sind Entwicklungsansätze, bei denen Software, Anwendungen und Prozessautomatisierungen visuell – durch grafische Oberflächen, Drag-and-Drop-Bausteine und vorgefertigte Vorlagen – erstellt werden, statt durch traditionelles Codeschreiben.

  • No-Code: Vollständig ohne Programmierkenntnisse nutzbar. Anwendungen und Automatisierungen werden ausschließlich über visuelle Oberflächen konfiguriert. Zielgruppe: Fachanwender, Nicht-Techniker.
  • Low-Code: Grundlegende Programmierkenntnisse können eingebracht werden, um über die Standard-Bausteine hinausgehende Logik zu implementieren. Zielgruppe: „Citizen Developer”, technisch affine Fachanwender, Junior-Entwickler.

Die Grenzen sind fließend: Viele Plattformen bieten beide Ebenen an, wobei der No-Code-Teil für Standardfälle ausreicht und Low-Code-Erweiterungen für komplexere Anforderungen offenstehen.

Bekannte No-Code / Low-Code Plattformen

  • Microsoft Power Platform (Power Apps, Power Automate, Power BI): Weit verbreitet im Mittelstand, besonders bei Microsoft-365-Nutzern
  • n8n: Open-Source-Automatisierungsplattform, die auch selbst gehostet werden kann – sehr flexibel
  • Make (ehemals Integromat): Visuelle Workflow-Automatisierung mit Hunderten von App-Konnektoren
  • Bubble: Vollwertige Web-App-Entwicklung ohne Code
  • Airtable: Datenbank + App-Builder für strukturierte Daten und einfache Prozesse
  • Webflow: No-Code Webentwicklung für Marketing-Teams
  • AppGyver / SAP Build: Unternehmenstaugliche No-Code App-Entwicklung

Was lässt sich mit No-Code / Low-Code umsetzen?

  • Interne Verwaltungstools und Dashboards (z. B. Urlaubsantragsverwaltung, Lagerübersicht)
  • Prozessautomatisierungen zwischen bestehenden SaaS-Anwendungen
  • Einfache Customer-facing Webapplikationen und Formulare
  • Reporting-Dashboards und Datenvisualisierungen
  • Chatbots und KI-gestützte Workflows
  • Onboarding-Workflows für neue Mitarbeiter oder Kunden

Grenzen von No-Code / Low-Code

No-Code und Low-Code sind kein Allheilmittel. Sie stoßen an ihre Grenzen bei:

  • Sehr hohen Performance-Anforderungen und komplexen Datenbankoperationen
  • Sicherheitskritischen Anwendungen mit spezifischen Compliance-Anforderungen
  • Anwendungen, die tief in proprietäre Legacy-Systeme integriert werden müssen
  • Hochskalierbaren, millionenfach genutzten Produkten

Für diese Fälle ist klassische Softwareentwicklung weiterhin die richtige Wahl – aber der Anteil der Anforderungen, der sich sinnvoll mit No-Code / Low-Code abdecken lässt, wächst kontinuierlich.

No-Code / Low-Code im Mittelstand: Chancen und Realität

Der größte Vorteil für mittelständische Unternehmen: Fachabteilungen können selbst Lösungen entwickeln und anpassen, ohne IT-Ressourcen zu binden oder Monate auf externe Entwickler zu warten. Gleichzeitig bleibt die IT-Abteilung als Governance-Instanz wichtig, um Sicherheitsstandards und Integrationsarchitektur zu gewährleisten.

Häufige Fragen zu No-Code / Low-Code

Ist No-Code wirklich für jeden nutzbar?

Einfache Automatisierungen (z. B. „Wenn E-Mail mit Anhang eingeht → in SharePoint speichern → Slack-Benachrichtigung senden”) sind von technisch affinen Fachanwendern in Stunden umsetzbar. Komplexere Anwendungen erfordern strukturiertes Denken und etwas Einarbeitungszeit.

Entstehen durch No-Code Vendor-Lock-in-Risiken?

Ja, das ist ein reales Risiko. Wer zentrale Geschäftsprozesse auf einer einzigen proprietären Plattform aufbaut, ist von deren Preisgestaltung und Weiterentwicklung abhängig. Open-Source-Alternativen wie n8n mindern dieses Risiko.

Können No-Code Apps klassische Softwareentwicklung ersetzen?

Für interne Tools und Prozessautomatisierungen zunehmend ja. Für komplexe, kundengerichtete Produkte oder systemkritische Unternehmensanwendungen ist klassische Entwicklung weiterhin überlegen.

Sie möchten schnell digitale Lösungen ohne großen Entwicklungsaufwand umsetzen? Unsere Softwareentwicklung berät Sie bei der Wahl des richtigen Ansatzes – No-Code, Low-Code oder maßgeschneiderte Entwicklung.

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